NoSa's
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- Die Welt als stationäre Maschine - Als der berühmte französische Mathematiker Laplace 1799
Napoleon seine ersten Bücher überreichte, soll der gefragt haben,warum
er in seiner Himmelsmechanik den Namen Gottes nicht einmal erwähnt habe.
"Ich hatte diese Hypothese nicht nötigt", war Laplace Antwort. Es war das Zeitalter der großen Entdeckungen der Mechanik. Die Welt schien wie ein Uhrwerk zu funktionieren. In einer mechanischen Welt ist die Zeit ein Parameter der zu den zu 3 Raumkoordinaten hinzukommt. Die Gleichungen der Mechanik sind auch dann noch gültig wenn man die Zeit negativ einsetzt. Der Bau von Zeitmaschinen scheint möglich. Aber die Zeit hat doch eine Richtung, oder ist dies nur eine hartnäckige Illusion ? |
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- Symetriebruch als Quelle von Ordnung - Öffnen wir ein Flacon Parfüm so verteilen sich die Geruchsmoleküle gleichmässig im Raum, von selbst aber kommen die Moleküle nicht wieder in den Flacon zurück. Giesen wir von der einen Seite warmes Wasser, von der andern Seite kaltes Wasser in ein Becken, so entsteht lauwarmes Wasser, von selbst aber trennt sich das lauwarmes Wasser nie mehr in kaltes und warmes Wasser. Diese Vermischungsprozesse geben der Zeit eine Richtung. Die Symetrie von Vergangenheit und Zukunft ist gebrochen. Die Welt scheint auf einen Zustand totaler Vermischung zu zulaufen. Aber denoch ist die Welt voller geordeter Strukturen wie Spiralgalaxien, Sanddünen oder Wasserwirbel. |
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- Ordnung durch Fluktuation - Drehen wir einen Wasserhan langsam auf , so sehen wir einen durchsichtigen ,glatten Strahl. Der Physiker nennt dies laminare Strömung. Drehen wir den Wasserhan weiter auf so entsteht an einem gewissen Punkt , spontan eine verwirbelter Strahl, der Physiker nennt dies turbulente Stömung. Chaos scheint hereingebrochen, doch der Schein trügt, wo noch beim glatten Strahl die Wassermoleküle zufällig angeordnet sind , so ist werden beim verwirbelten Strahl die Wassermoleküle zu kräftigen Teilsströmen zusammengefasst. Eine scheinbar feststehende Struktur entsteht. Drehen wir den Wasserhahn etwas weiter auf so kommt es zu einem plötzlichen Umschlag dieser Struktur. Erhitzen wir eine Pfanne mit Öl gleichmässig , so können unter gewissen Umständen wabenförmige Strukturen entstehen. Wie schon beim Wasserhahn handelt es sich um eine dynamische Strukturierung , also um Prozessstrukturen, deren Dynamik durch ein Ungleichgewicht angetrieben ist. Hier treibt die von unten zugeführt Hitze die Wassermoleküle nach oben, wo sie wieder abkühlen und wieder nach unten streben. Das Ungleichgewicht ist ein wesentlicher Faktor bei der spontanen Strukturierung, dieses Ungleichgewicht wird solchen Systemen gleichsam aufgezwungen. Es gibt aber Strukturen die ihr Ungleichgewicht selbst erzeugen. |
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- Selbstorganisation - Solche dynamischen Systeme, die ihr Ungleichgewicht selbst erzeugen sind zum Beispiel sogenannte chemische Uhren wie die BZ-Reaktion . Bei der Oxidation von Malonsäure durch Bromat in einer Schwefelsäurelösung und in der Gegenwart von Cerium-Ionen, lassen sich spiralförmige Wellen beobachten, die über Stunden anhalten können. Dies ist ein einfaches Beispiel für sich selbsterzeugende ( selbstorganisierend) Systeme. Der Prozess wird durch zyklische Verursachungsketten im Gange gehalten. Stoffe werden kreisförmig umgewandelt. |
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Ilya Prigogine zeigt in seiner Nobel-Preis-Monografie "Vom Sein zum Werden" daß solche o.g. dissipativen Strukturen eine innere Zeit erzeugen. Die Zeit die in mechanischen Systemen noch als Parameter auftaucht ist im Bereich der Selbstorganisation als Operator vorhanden. Als sich selbst erzeugendes System generiert der Mensch eine innere Zeit. Wir erzeugen , so kann man sagen, Gegenwart als Aspekt des Reichens von Zukunft in die Vergangenheit. |
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Der Mensch als die Speerspitze einer milliarden Jahre währenden Evolution, ist die weitest entwickelte Form der sich selbst organisierende Materie und Energie. Die Seele ist in diesem Kontext als die innere Organisation zu betrachten. Stirbt ein Mensch, so bricht die innere Organisation zusammen. Die Seele erlischt in diesem Wesen. Taucht aber in jeden Säugling wieder auf, entleert von den Lebens-Prägungen seiner Vorläuferform (Eltern). Die Tragiöde der Sterblichkeit des Individums verblasst angesichts einer universellen Evolution des Lebens und des Geistes in der ewigen Wiederkehr des Gleichen. |
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Nach unserem heutigen wissenschaftlichen Weltbild hat sich das Universum in einem evolutionären Prozess in milliarden Jahren entwickelt. Alle Elemente in unserem Sonnensystem stammen von explodierten Sternen, die diese gewissermassen ausgebrühtet haben, viele Generationen von Sternen wie unsere Sonne waren notwendig um die Stoffe zu erzeugen aus denen wir bestehen. Wir sind also aus Sternen gebaut, so gesehen bist du die Art und Weise wie die Sterne über sich selbst nachdenken. Wir sind das die Selbstreflektion des Universums. |
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Der budddhistsche Philosoph Logchempa dichtete: Wake up to find out that Wir sollen also erwachen und herausfinden daß wir die Augen der Welt sind. In mystischer Versenkung oder in ekstatischer Bewusstheit erspüren wir die Verbundenheit mit dem ganzen Sein. Die Trennung von Subjekt und Objekt erlischt. Welt und Erleben von Welt ist als Einheit zu erkennen. Solange wir uns an der Illusion der auftauchenden Objekte hängen und glauben diese seinen getrennt von uns, werden wir nicht aufwachen können. (Vieleicht erst in dem wir erkennen dass wir es sind die die Welt hervorbringen in unsere spezifischen Weise). |
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